Rezension: Purpurmond





Titel: Purpurmond
Autor: Heike Eva Schmidt
Verlag: PAN
Preis:(D) 14,99 Euro
Meine Wertung: 4 Schmetterlinge
ISBN: 978 3 426 28366 0
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»Als Cat einen alten Halsreif findet, legt sie ihn sich neugierig um. Dumm nur, dass das Schmuckstück mit einem Fluch belegt ist und sie geradewegs in die Vergangenheit befördert. Zu allem Überfluss lässt sich der Kupferreif auch nicht mehr von ihrem Hals entfernen. Wären da nicht die kräuter­kundige Dorothea und deren Bruder Jakob, der Cats Herz schneller schlagen lässt, würde sie wohl verzweifeln, vor allem, da der Halsreif sich immer enger zusammenzieht …«


Eine kleiner Streich auf einer Party - und plötzlich befindet Cat sich nicht mehr im heutigen Bamberg, sondern im Jahre 1630. Schock genug für sie, als sie es erst einmal begriffen hat, dass das nicht nur ein übler Traum ist, sondern die pure Realität. Dazu kommt dieser Kupferreif, der sich immer enger um ihren Hals mit dem abnehmenden Mond zieht und der sich partout nicht von ihr lösen will. So ist Cat letztendlich während ihren Zeitsprüngen immer gezwungen, in dem alten Bamberg zu verweilen und nach einer Lösung zu suchen. Dabei begegnet sie Dorothea, die unsterblich in Daniel verliebt ist, dessen Vater aber Dorothea für sich haben will und ein furchtbar grausamer Mann zugleich ist. Und wäre da nicht auch noch Dorotheas Bruder Jakob... Doch alles kann noch schlimmer werden, als es scheint und ein spannendes Abenteuer im Wettlauf mit der Zeit beginnt.

Frau Schmidts Schreibstil war sehr angenehm und in einem schönen Tempo zum Lesen verfasst - Hier und da hätte ich mir zwar gerne ein paar mehr Details gewünscht, doch war es so ziemlich spannend gestaltet. 

Wobei ich mich mit der weiblichen Protagonistin Cat nicht so sehr identifizieren konnte. Sie war mir zu der stereotype Hauptcharakter eines kleinen Abenteuerromans gewürzt mit ein bisschen Liebe. Cat bot immer sofort Paroli und verbarg ihre Meinung nicht, doch innerlich war sie ein zartes Pflänzchen... Einerseits ist das ja schön, wenn eine Frau nach außen hin Stärke demonstrieren kann, wenn auch eher nur verbale, doch ist das nicht heute in fast jedem Jugendbuch der Fall? Es gibt auch junge Frauen, die innerlich stark und außen schwach sind - auf diese wird so gut wie gar nicht mehr eingegangen meiner Meinung nach und das stört mich auch zunehmends sehr(!). Die Charaktere fand ich alle gut ausgearbeitet und nicht zu oberflächlich, doch alle nahmen zugleich ihre feste Rolle an und es war sehr vorhersehbar, wie sie im weiteren Verlauf handeln würden. Mehr Abwechslung bitte!

Alles in allem bot mir das Buch eine nette und spannende (mit leider vielen vorhersehbaren Elementen ausgestattet) Lesezeit und ich habe mich unterhalten gefühlt.



Das Cover ist in der Farbe purpur (hehee) gehalten und fässt sich irgendwie total toll an, wegen dieser schönen glatten Oberfläche des Papiers. Es sind einige zeitgenössische Elemente, die perfekt ins Jahr 1630 passen, enthalten und Runden das Gesamtwerk somit gut ab. 
Der Umschlag des Buches ist jetzt kein wirklicher Blickfang, weil es dafür auf den ersten Blick einfach viel zu schlicht wirkt und ein Kontrast fehlt, aber mir gefällt's (:



Netter Zeitvertreib mit ein bisschen Kitsch, Spannung und kecken Sprüchen seitens der Hauptprotagonistin Cat - Ich vergebe 4 von 5 Schmetterlingen







Liebste Grüße,
Eure


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