Rezension: Ein ganzes halbes Jahr





Titel: Ein ganzes halbes Jahr
Autor: Jojo Moyes
Verlag: rowohlt
Preis: (D) 14,99 Euro
Meine Wertung: 4,5 Schmetterlinge
ISBN: 978 3 499 26703 1
Kaufen!



















»Lou & Will. Louisa Clark weiß, dass nicht viele in ihrer Heimatstadt ihren etwas schrägen Modegeschmack teilen. Sie weiß, dass sie gerne in dem kleinen Café arbeitet und dass sie ihren Freund Patrick eigentlich nicht liebt. Sie weiß nicht, dass sie schon bald ihren Job verlieren wird – und wie tief das Loch ist, in das sie dann fällt. Will Traynor weiß, dass es nie wieder so sein wird wie vor dem Unfall. Und er weiß, dass er dieses neue Leben nicht führen will. Er weiß nicht, dass er schon bald Lou begegnen wird. Eine Frau und ein Mann. Eine Liebesgeschichte, anders als alle anderen. Die Liebesgeschichte von Lou und Will.«













Eine faszinierende und traurige Geschichte zugleich: Die Autorin entführt den Leser in eine Welt, in der nicht alles immer perfekt verläuft und in der man das Leben so nehmen muss, wie es kommt. So auch der junge Will Traynor, der seit einen Unfall, an dem er noch nicht einmal Schuld hatte, ab der Brust querschnittsgelähmt ist. Den ganzen mit Samthandschuhen angefasst zu werden, mitleidige Blicke und an seinen Rollstuhl gefesselt zu sein, lässt ihn sehr schnell depressiv werden, da Will vor dem Unfall ein erfolgreicher Geschäftsmann und ein sehr aktiver Mensch war.
Doch dann kommt Lou und zeigt ihm, was das Leben trotz Behinderung noch zu bieten hat. Sie erfährt durch einen Zufall, warum sie überhaupt als Pflegehilfe für Will eingestellt wurde und versucht mit allen Mitteln, Will zum Weiterleben zu überzeugen...

Lou ist sehr sympathisch, wenn auch naiv und ich nicht nachvollziehen kann, wieso sie über so lange Zeit bei Patrick geblieben ist. Ebenfalls, wie man in ihrem Alter noch nicht wissen kann, was seine Träume für die Zukunft sind - mit fast dreißig!
Will Traynor ist ein Arsch - anfangs. Lou bringt langsam sein wahres Ich wieder zum Vorschein und man lernt ihn erst nach einiger Zeit richtig kennen und verstehen. Sein Schicksal ist hart - aber er ist ja nicht alleine. Da sind noch seine Eltern, Nathan und Louisa, Menschen, die ihm einfach nur helfen wollen - gut, wenn ich so eine Mutter, wie er hätte, würde ich auch depressiv werden^^

Das Ende war gegen Ende (*lach*) vorhersehbar, man hat es geahnt. Ich war enttäuscht, nicht von seiner Entscheidung, sondern, wie die Autorin einfach diesen wichtigen, entscheidenden Part weggelassen hat! Und an dieser Stelle der Bericht auftauchte.
 Auch hat die Autorin es immer wieder geschafft, mich dazu zu bringen, während des Lesens, dass ich vergaß, dass Will überhaupt ein Tetraplegiker war - an seiner Art, seinem neu gewonnen Lebenswillen für kurze Zeit.

Aber alles in allem hat mir das Buch recht gut gefallen und mich sogar bei der ein oder anderen Passage zum Weinen gebracht - nicht nur aus Trauer, sondern, weil ich einfach Will beziehungsweise Lou verstehen konnte, warum sie dann und wann so gehandelt hatten.Ein Schicksal, wie Will es hat, dass man keinem Anderen auf der Welt wünschen möchte, aber es sich trotzdem lohn, weiter zu leben.










Das Cover ist schlicht und schön - Die Frau, die den Vogel frei lässt, passt symbolisch hervorragend zu der Geschichte und insbesondere zum Ende. Aber man hätte das Cover noch ein bisschen ansprechender gestalten können :)










Das Buch befasst sich mit einer rührenden Geschichte, die den Leser rührt und wunderschön ist.
Trotz allem ist der Funke noch nicht ganz so rüber gesprungen und deswegen vergebe ich nur 4,5 von 5 Schmetterlingen.


Eure

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du willst mir einen Kommentar schreiben?
Na dann schieß mal los!
Ich freue mich sehr über jeden einzelnen Kommentar sowie natürlich konstruktive Kritik und Deine ehrliche Meinung.

Ich werde versuchen alle Kommentare nicht nur zu lesen, sondern sie selbstverständlich auch zu beantworten (:

Liebe Grüße,
Deine Tina ~