Rezension: Maya und Domenico - Bitte bleib bei mir!





Titel: Maya und Domenico - Bitte bleib bei mir!
Autor: Susanne Wittpennig
Verlag: Brunnen
Preis: (D) 11,99 Euro
Meine Wertung: 4,5 Schmetterlinge
Reihe: 8. Band
ISBN: 978 3 7655 4197 1
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»Es ist so weit: Die 18-jährige Maya sagt ihrem Zuhause endgültig Lebewohl, um mit ihrem Verlobten Domenico nach Berlin zu ziehen. Damit beginnt ein ganz neuer und aufregender Lebensabschnitt für das junge Liebespaar. Doch ganz so harmonisch und romantisch, wie die beiden es sich ausgemalt haben, gestaltet sich das Zusammenleben nicht. Liest Domenico am Anfang noch jeden Wunsch von den Augen seiner Liebsten ab, lässt er Maya mit der Zeit kaum noch unbeschützt aus dem Haus gehen. Vor allen Dingen, als er merkt, dass Maya in ihrer Klasse eine Menge cooler Freunde findet und neue Interessen entwickelt. Immer deutlicher wird den beiden bewusst, dass sie sich in zwei völlig unterschiedlichen Lebensphasen befinden: Hier Maya, die >>die Welt entdecken<< und mit ihren neugewonnenen Freunden in einem Filmprojekt mitarbeiten will. Und dort Domenico, der in seinen wilden Zeiten schon so viel schweres durchgemacht hat, dass er sich am liebsten in seine eigenen vier Wände zurückziehen möchte, um dort mit Maya seine eigene kleine Traumwelt aufzubauen. Immer mehr tut sich zwischen den beiden eine Kluft auf, die kaum noch zu überbrücken ist. Schaffen es die beiden, einen gemeinsamen Weg für ihre so verschiedenen Bedürfnisse zu finden?«


Meine Meinung


Die Geschichte knüpft ungefähr ein, zwei Monate vor Mayas 18. Geburtstag an und die Autorin macht es dem ungleichen Liebespaar schon gleich auf den ersten Seiten schwer: Denn Maya wird von ihrer todkranken Mutter gebeten, auf ihre Weltreise bis zum Sommer mitzukommen und nicht wie geplant in einer Woche zu Domenico nach Berlin zu ziehen.
Man ist sofort wieder in der Geschichte drin, da mit dieser Entscheidung (soll Maya mitgehen oder nicht), auch wieder die Probleme anfangen. Da ist Domenico, krank vor Sehnsucht nach seiner Liebsten und da ist Maya, die gerne das Angebot ihrer Mutter annehmen würde, da keiner so genau sagen kann, wie lange sie noch auf der Erde weilen wird.
Bevor ich das Buch gelesen habe, habe ich gehört, dass dieser Band sehr traurig werden soll - für mich war klar: Jetzt stirbt Mayas Mutter und sie ist natürlich total traurig und Domenico muss sie trösten und ihm wird das alles zu viel...
Doch die Geschichte nimmt schneller als erwartet eine interessante und spannende Wendung.
Denn schnell wird klar: Das traurige an diesem Band ist, dass Maya und Nicki sich auseinander leben und sich öfter streiten - vergessen der kleine und im Gegensatz zu diesem Band noch harmlose Ausrutscher mit unserer lieben Angel.
Denn Handgreiflichkeiten sind weitaus schlimmer - so etwas kann man nicht einfach verzeihen, bei mir wäre da Schluss. Aus. Ende.
Doch leider lässt sich Liebe nicht einfach so abschalten, dass muss auch Maya lernen, denn ihr Herz ist zwar gebrochen, doch es gehört immer noch Domenico.
Ich finde gut, dass Maya endlich anfängt, Domenico auch mal Kontra zu geben und sich nicht mehr alles gefallen lässt. Sie entdeckt eine sarkastische Seite an ihr, was wiederum Domenico nicht gefällt.
Sie verliert nach und nach ihre rosarote Brille und erkennt Dinge an ihrem Nicki, die sie sonst immer bewusst nicht gesehen hat: Seine Spuren der Vergangenheit an seinem Körper, seine Gewohnheiten und eben seinen psychischen Krankheiten, die ihr immer mehr alles abverlangen.
Nicki gibt ihr so viel, doch im Gegenzug nimmt er sich mehr von Maya, als für beide gut ist.
Doch da ist auch noch Manuel, der Sohn von Domenicos verstorbenen Zwillingsbruder Mingo.
Im Laufe der vorherigen Bände wird einem schnell bewusst, was für eine starke Bindung Domenico und Manuel haben und dass die beiden sich einfach brauchen. Deswegen verstehe ich auch nicht, warum die Autorin die Leute vom Jugendamt hat so blind sein lassen, dass die das nicht selbst merken. Das nervt einfach. Genauso wie Carrie, die ihr Leben einfach nicht in den Griff bekommt und den Kleinen als mit in die Szene schleppt oder ihn alleine Zuhause lässt.
Kein Wunder das Domenico da wieder abrutscht...
Oder Suleika. Ich finde es komisch, dass Suleika an eine Stelle verwiesen wird, die zufälligerweise auch in Berlin ist. Das hat einfach nicht gepasst.
Zudem stellt sie Maya, wie eine egoistische und versnobte Kuh hin, obwohl ich der Meinung bin, dass Maya genau richtig handelt. Man kann sich schließlich von seinem Freund nicht alles gefallen lassen und dauernd von ihm bevormundet und herumkommandiert werden. Dass Suleika das selbst aushalten würde, wie sie immer sagt und dass sie das alles für ihn machen würde, weil er ihr ja auch geholfen hat, bezweifle ich stark. 
Das Ende kam für mich nicht wirklich überraschend, denn wenn Domenico wirklich mit Suleika nach Sizilien gegangen wäre, könnte man sich auch weitere Bände sparen. 
Auch finde ich, dass Elijah heimlich Gefühle für Maya hegt, er war immer in ihrer Nähe und hat sie stets getröstet und hatte immer ein offenes Ohr für sie. Auch ist er der Einzige aus der Clique, der die Geschichte von Maya und Domenico kennt...
Tja, wir werden sehen, wie es in Norwegen weitergeht ---> langersehnte Aussprache!
Und ob es die beiden schaffen, wieder zusammen zukommen - Ich persönlich denke nur dass sie das schaffen können, wenn es noch mehr als nur einen weiteren Band der Reihe geben wird, denn in einem kleinen Buch können die beiden nicht das Geschehene aufarbeiten und sich gleichzeitig wieder näherkommen...



Cover

Auf dem Cover sind, wie immer Maya und Domenico abgebildet. Ich finde es sieht schon so aus, als stimme etwas mit den beiden nicht. Die Vertrautheit fehlt. Man schaue sich nur Mayas Gesichtsausdruck an und man sieht, dass sie nicht glücklich ist, ebenso Domenico.












Mir hängt es langsam aber sich zum Hals raus, dass Domenico es einfach nicht schafft, sich das Rauchen abzugewöhnen, das Ritzen ist da wieder eine andere Sache...
Zudem hat sich Domenico bereits im 7. Band von seiner Tigerzahn-Kette in Taormina getrennt, doch er kann es einfach nicht lassen, Tiger-X in manchen Situationen wieder aufleben zu lassen... Ich dachte, Tiger-X wäre tot?!

Ein paar Sachen haben mir einfach nicht sooo in diesem Band gefallen (man kann Domenico nicht ändern, er ist so, wie er ist), doch trotz allem, ist das einfach eine unglaubliche Geschichte und der Schreibstil der Autorin ist unbeschwert und einfach.

Ich vergebe 4,5 Schmetterlinge von 5 Schmetterlingen




Kommentare:

  1. Das ist echt... krass. Wirklich krass... Klar, Domenico kann nichts für sein Trauma, aber DAS? Das geht mehr als zu weit. Das mit Angel, das ging zu weit. Aber das? Unfassbar. Aber ich will's trotzdem lesen :D Toolles Rezi ;)

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  2. Ja, ich bin nicht in Mayas Situation, aber trotzdem finde ich, dass sie sich nicht so zickig aufführen sollte. Ich kann mir vorstellen, dass sie ziemlich anstrengend sein kann. Ich finde zwar gut, dass Maya selbstständiger geworden ist, allerdings mochte ich gefühlvolle Art in den ersten vier Bänden lieber. Ihr Gefühlsausbrüche (z.B. die Tränen) haben sie sympatisch gemacht. Sie muss Nicki in mancher Hinscht auch verstehen.
    Ich hoffe, dass es für die beiden ein gemeinsames Happy-End gibt.

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  3. Hey, gut geschrieben ;) Ich war auch schockiert als ich die Szene gelesen habe und war total traurig, denn das war meiner Sicht nach wirklich nicht auch noch nötig. Ich habe mich richtig aufgeregt und das Buch weg geworfen bevor ich es zu Ende lesen konnte. Doch dann habe ich danach den zweiten und den dritten Band nochmals gelesen und da wurde mir eigentlich erst wieder klar, wie grauenhaft Domenicos Leben eigentlich war (das hatte ich in der Zwischenzeit wohl verdrängt). Er tat / tut mir einfach unglaublich leid und jemand der so viel durchgemacht hat, den muss ich einfach gernhaben (auch wenn das ohne Frage total daneben war). Und ausserdem mochte ich die "neue" Maya überhaupt nicht mehr. Klar es ist gut, dass sie sich nicht alles gefallen lässt, aber sie wird mir viel zu oberflächlich. Als ich eben Band 3 wieder gelesen habe, da habe ich auch diesen riesengrossen Unterschied bemerkt. Die Maya aus Band 8 hätte einen grossen Bogen um Mingo gemacht, sich warscheinlich vor ihm geekelt und sich für so eine Bekanntschaft vor ihren tollen neuen Freunden geschämt. Das finde ich echt schade, das war nämlich meiner Meinung nach genau das, was Maya so liebenswert gemacht hat. In dieser Hinsicht muss ich sagen finde ich, dass Nicki wirklich "besser" ist als Maya. Na ja ich möchte einfach, dass Nicki glücklich ist, er hat schon zu viele schlimme Dinge erlebt... Ihr solltet unbeding nochmals die vorherigen Bücher lesen :) Danke für die Rezi :)

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